Geschäftsbereich Gebäudemanagement

24 Stunden – 365 Tage im Jahr

Die Hauptpforte der CAU Kiel ist rund um die Uhr besetzt. Als universelle Schaltzentrale nehmen die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit  ihre Aufgaben rund um das Campusleben wahr.

Hauptpforte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

„Für immer, für alle, für alles“, erklärt Jörg Axt das Leitmotto des Teams der Hauptpforte der CAU Kiel und lächelt dabei stolz. 24 Stunden – 365 Tage im Jahr, was sich wie ein geflügeltes Wort anhört, ist im 60m² großen Glaskasten vor dem Unihochhaus Realität: „Wir arbeiten hier im Zweischichten-System, 6 bis 18, 18 bis 6. Wir sind rund um die Uhr zur Stelle, wenn es mal Probleme gibt“, sagt Axt. Der Pfortenleiter, wie ihn sein Chef humorvoll nennt, koordiniert ein Team von zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter auch zwei Auszubildende. Axt betont das Wort Team besonders: „Wir funktionieren nur als Einheit. Einzelkämpfer gibt es bei uns nicht.“

Viele Angestellte der CAU treten fast täglich in Kontakt mit der Pforte, die im November 2006 neu eröffnet wurde. Etwa dann, wenn sie mit dem Auto auf das Unigelände gelangen wollen, denn die Steuerung der neun Schrankenanlagen auf dem Unicampus wird vom Team der Hauptpforte gemanagt. Dennoch wissen viele nicht, wie viel technisches und menschliches Know How tatsächlich in dem kleinen, auf den ersten Blick unscheinbaren Glaskasten steckt. Denn dort läuft die komplette Überwachung und Steuerung aller technischen Einrichtung auf dem 120 Hektar großen Universitätsgelände zusammen. Zum Vergleich: Dies entspricht in etwa der Fläche von 120 Fußballfeldern.

 Der Infopool der Universität

„Schäden und Verluste auf Personen und Sachwerte verhindern und für Sicherheit und Ordnung sorgen“, so lautet der Generalauftrag an das Team der Hauptpforte. General ist hier wörtlich zu nehmen, denn das Aufgabengebiet umfasst nicht nur die Steuerung der Schranken und Überwachung der Technik. In der Hauptpforte läuft alle externe Kommunikation zusammen. „Wir sind der Infopool, die Auskunft der Universität an die man sich wenden kann, wenn eine Frage besteht“, erklärt Axt. Ausgestattet mit einer elektronischen Telefonanlage können die schichthabenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter externe wie interne Telefonanfragen schnell an die entsprechende Stelle weiterleiten. Gleiches gilt natürlich auch für weitere Anfragen wie etwa Wegbeschreibungen oder die Suche nach der richtigen Raumnummer.

Schnelles Handeln im Notfall

Es wäre jedoch falsch die Hauptpforte als universitäres Callcenter und Schrankenwächterin abzustempeln; denn auch bei Notfällen auf dem Campusgelände ist sie die Ansprechpartnerin, die hilft. Dazu wurde mit der 2222 die zentrale Notfallnummer der CAU eingerichtet, die rund um die Uhr zu erreichen ist. Durch den direkten Kontakt mit der Hauptpforte kann schnell und zielgerichtet gehandelt werden.

Vor allem wenn die Zeit drängt, etwa bei Personenschäden, kann der Anruf bei der 2222 sogar Leben retten. Die geschulten Fachkräfte in der Hauptpforte rufen dann z.B. einen Krankenwagen und lotsen diesen zur Unfallstelle. „Es ist wichtig, dass in einem solchen Fall die Hauptpforte verständigt wird“, betont Jörg Axt. Weil am Christian-Albrechts-Platz eben alle Informationen zusammenlaufen würden, könne schnell und unkompliziert auf entsprechende Situationen reagiert werden.

Ersthelfer im Einsatz

Selbstständig den Notruf zu verständigen sei dagegen kontraproduktiv, denn die Mitarbeiter der Pforte können nur dann angemessen reagieren, wenn sie sofort und unmittelbar über einen entsprechenden Notfall unterrichtet werden. „Es ist schon vorgekommen, dass wir aus einem Krankenwagen heraus angerufen worden sind, wie man denn nun zur Unfallstelle gelangen würde. Wären wir direkt verständigt worden, hätte es keine Verzögerung während des Rettungseinsatzes gegeben“, erinnert sich Hauptpfortenleiter Axt. Es sei daher wichtig, die Hauptpforte direkt nach dem Eintreten eines Unfalls zu benachrichtigen. Zudem sind alle zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgebildete Ersthelfer und können im akuten Notfall auch selbst etwa mit einem Defibrillator einschreiten.

Dokumentationen, Schlüssel- und Fahrzeugübergabe etc.

Viele Aufgaben, für die sich das Team der Hauptpforte verantwortlich zeigt, laufen im Hintergrund ab. Dazu zählt etwa die umfangreiche und genaue Dokumentation von Wachmeldungen, technischen Störungen oder Diebstählen, aber auch regelmäßige Objektkontrollen auf dem CAU-Campus sowie die Ausgabe von Schlüsseln. Zudem nimmt die Hauptpforte Fundsachen an und gibt diese an das Fundbüro der CAU weiter. „Wenn jemand etwas findet oder auch vermisst, dann kann er gerne zunächst bei uns vorbeischauen“, sagt Jörg Axt. Die Chancen stünden nicht schlecht, dass das kürzlich verlorene Gut in der Hauptpforte abgegeben worden sei.

Ein weiterer großer Aufgabenbereich ist die Übergabe von Fahrzeugen aus dem Fuhrpark der CAU Kiel. „Das machen wir“, erklärt Axt, „außerdem geben wir Zusatzausrüstung für die Fahrzeuge aus, z.B. Signalwesten, die in einigen Ländern Pflicht sind, wenn diese im Vorfeld bestellt wurden“.

Einen Tipp hat Jörg Axt noch parat: „Wenn jemand einmal spät dran ist, z.B. mit der Abgabe seiner Hausarbeit, dann kann er sich gerne an die Hauptpforte wenden. Von uns bekommt er bis 24 Uhr den Eingangsstempel vom jeweiligen Tag auch dann noch, wenn alle anderen Seminare und Institute geschlossen haben“. Und das 365 Tage im Jahr.

Autor: Daniel Mumme

 

Infobox:

Die neue Hauptpforte der CAU Kiel wurde am 7. November 2006 in Betrieb genommen. In dem Gebäude am Eingang des Christian-Albrechts-Platzes läuft die Steuerung und Überwachung aller techischen Einrichtungen der CAU zusammen. Für die Architektur der rund 60 m² großen Schaltzentrale zeichnet sich das Kieler Architektenbüro Klingsporn verantwortlich.

Weitere Infos finden sie in der Pressemitteilung zur Eröffnung der neuen Hauptpforte

 

Aktuelles

Formulare und Informationen

Campusbetrieb

Alle Meldungen